Es kann ja sein – ich bin mir sogar ziemlich sicher – dass der ein oder andere Trend sang und klanglos an mir vorüberzieht. Anscheinend habe ich schon wieder eines dieser wichtigen Ereignisse verpasst: Haustiere.
Haustiere scheinen momentan einen neuen Boom zu erleben. Egal von welcher Größe, sie ziehen in unfassbar viele meiner befreundeten Haushalte ein. Besonders beliebt sind derzeit Hunde. Große Hunde. Huskies. Und Berner Sennen.
Ich kann ja nicht sagen, dass ich diesen Umstand schrecklich, furchtbar oder sonstwie gruselig finde. Nein, da geht es mir eher um den Umgang mit dem Viehzeug.
Warum schafft man sich einen Hund an, wenn man weiß, dass man
- ganztägig berufstätig ist,
- mit Menschen zu tun hat, die nicht alle gut-Freund mit diesen vierbeinigen Flohträgern sind
und
- eine Wohnung im Obergeschoß bewohnt?
Als ob somit nicht schon ausreichende Gegenargumente für einen Hund von Küchentischhöhe gefunden sind, kommt ja noch hinzu, dass von nun an jedes Kaffeetrinken, Geburtstagfeiern, Grillen, Tupperparty-n und Sonstiges im Beisein des Tieres von statten geht. Arbeiten natürlich auch. Man kann das arme Ding ja nicht so lange allein lassen.
Muss ich mir Gedanken machen, dass es sich bei den Neu-Besitzern der Halsbandträger ausschließlich um Frauen zwischen 23 und 30 handelt? Ist das so eine Art Torschlußpanikumprogrammierung? Soll mir das was sagen?
Ich glaube, ich kaufe mir auch ein Haustier. Eine Schlange. Die trage ich dann dekorativ als Halskette und nehme sie überall mit hin. Weil sie ja nicht so lange allein bleiben kann. So. Und überhaupt.
P.S.: Ich habe auch einen zwei drei Hunde. Und ich hatte auch schon einen, der mit mir die Wohnung geteilt hat. Aber der konnte auch mal 3-4 Stunden alleine bleiben. Man glaubt es kaum, aber die Viecher lernen das bei guter Erziehung.
