Wenn man richtig gut snoezelen geht, erlebt man Entspannung, Beruhigung bla bla bla…Snoezelen macht Spaß, ehrlich!
Wenn man es so macht wie ich, endet man in der Abteilung für Arbeitsunfälle des örtlichen Krankenhauses…
Eine gute Dreiviertelstunde haben wir gemütlich gesnoezelt. Nun ist es Zeit für die Abschlussrunde, also rufe ich die Zwerge zu mir:
Daniel ist dank der vorangegangenen Entspannung dermaßen erholt, dass er zu einem Sprung in Richtung Abschlußkreis ansetzt – und mit perfekter Zielgenauigkeit sein Knie auf meinem Innenknöchel platziert.
Ich sehe Sterne! Er sieht mir in mein schmerzverzerrtes Gesicht: “Uuups..!”
Im Handumdrehen nimmt mein Knöchel eine dunkelblaue Färbung samt gemäßigter Schwellung an. Trotz Kühlpack und “Ja, geht schon.” wird mein Protest nullkommanichts unter den Tisch gefegt und schon befinde ich mich in meinem Auto.
“Das lässt du untersuchen! Das is’n Arbeitsunfall! Ab nach Hause!” hatten mir meine Kolleginnen gepredigt. Folgsam wie ich bin, und dank Schmerzen doch ein wenig folgsamer als sonst, mache ich mich also auf den Weg in Richtung Krankenhaus.
Nach eingehender Untersuchung und Röntgenbildsession von allen Seiten stellt sich dann zum Glück heraus, dass es sich nur um eine Prellung mit toller Hämatombildung handelt. “Das wächst sich raus.” meint der behandelnde Arzt lapidar und matscht mir ein wenig Voltarengel auf den Fuß. “Einwickeln und schönen Tag noch!” wendet er sich an die eintretende Krankenschwester und mich.
“Uih! Wie ist denn das passiert?” fragt mich die Krankenschwester. “Ich war Snoezelen…” setze ich an, werde allerdings vom nicht ganz geräuschlosen Grinsen meiner Wickelfertigerin unterbrochen. Naja, so ganz kann ich’s mir ja selbst nicht verkneifen.
Wieder zuhause angekommen, rufe ich im Kindergarten an und gebe Entwarnung. Nein, es müssen keine Genesungsbilder gemalt werden, ich bin morgen humpelnderweise vor Ort. Ja, die haben mich ausgelacht und ja, ich habe ganz besondere Talente.
Weiß jemand, wann diese Pechsträhne wieder ein Ende hat? /:-|